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Trennung und Scheidung

Frauen sind unterschiedlich. Familien sind unterschiedlich. Manche Frauen gehen sofort, wenn ihr Mann oder ihr Partner / ihre Partnerin gewalttätig wird. Andere gehen später, manche erst nach vielen Jahren. Viele haben Angst. Davor, dass es noch schlimmer wird, wenn sie sich trennen und eigene Wege gehen. Es gibt Kinder oder Angehörige, für die Frauen verantwortlich sind. Manche suchen eine Möglichkeit, wie sie mit der Partnerin / dem Partner oder Mann weiterleben können.

Die ersten Schritte zu einer Veränderung sind besonders schwer. Auch danach ist es nicht einfach. Frauen müssen sich um vieles kümmern. Wie geht es mit den Kindern? Wovon soll ich leben? Wo wohnen? Was wird aus meinen Freunden? Angst zu haben und mutlos zu sein, ist mehr als verständlich.

Bei einer Trennung, vielleicht auch nur auf Zeit, muss vieles geregelt werden. Antrag auf Überlassung der Wohnung. Sorgerecht und Umgangsrecht, Unterhalt oder eigene Sozialleistungen. Es gibt Fachleute, die sich damit auskennen.

Die Häuser der Familie, Sozialzentren, das Kinderschutzzentrum und das Familiennetz Bremen helfen, das Richtige für Ihre Situation zu finden. Beratung, Gruppenangebote, Unterstützung für Kinder oder Mediation. Manche Angebote sind kostenfrei, andere kosten etwas.

Gemeinsame Kinder - Umgangsrecht

Gemeinsame Kinder machen eine Trennung besonders schwer. Auch wenn Frauen es wollen, können sie es nicht vermeiden, weiterhin in Kontakt mit dem Mann / der Partnerin, der / die gewalttätig gegen sie war, zu kommen. Manche Väter / Partnerinnen versuchen, über die Kinder weiterhin Kontrolle auszuüben. Manche nutzen das Umgangsrecht dazu, die Frau oder die Kinder zu misshandeln. Dann können Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Aussetzung oder Ausschluss des Umgangsrechts stellen. Sie können aber einen "begleiteten Umgang" beantragen. Das bedeutet, dass Treffen nur in Gegenwart einer Mitarbeiterin des Jugendamts oder einer anderen Einrichtung stattfinden dürfen. Diese Verfahren sind kompliziert. Lassen Sie sich beraten.

Wovon leben?

Auf dieser Seite finden Sie viele sehr konkrete Hinweise rund um das Kindergeld. Die Informationen sind in unterschiedlichen Sprachen vorhanden. Den Antrag auf Unterhaltsvorschuss erhalten sie unter diesem Link.

Informationen zu Fragen der Existenzsicherung finden Sie auf den Seiten der Landesbehörde.

Für alle Fragen rund um Arbeit und Arbeitslosigkeit wenden Sie sich an das Jobcenter Bremen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner/innen.

Die ZGF hat zwei Broschüren herausgegeben, in denen Sie umfassende Informationen zu Trennung und Scheidung sowie zum Kindschaftsrecht finden. "Kindschaftsrecht - ein Ratgeber für Frauen" (pdf, 272.6 KB) gibt Auskunft über die Neuregelung der elterlichen Sorge für verheiratete, nicht verheiratete und geschiedene Eltern, über das Unterhalts-, Abstammungs- und Namensrecht sowie die erbliche Stellung von Kindern.

"Trennung. Scheidung - ein Ratgeber für Frauen" gibt eine Einführung in die Diskussion um Scheidungsfolgen aus Sicht der Frauen, informiert allgemein über Scheidung und stellt dar, was im Falle einer Trennung und Scheidung geregelt werden soll, unter anderem zu Unterhalt, Sorge- und Umgangsrecht, wenn Kinder da sind.

Beide Broschüren können auch in der Geschäftsstelle der ZGF abgeholt oder gegen Porto bestellt werden.

Veranstaltungen, Kontakte, Austausch

Die sehr umfassenden Internetseiten des Familiennetz Bremen bieten Angebote für Familien und Kinder, auch zu Arbeit und Bildung. Sie können nach Themen und Stadtteilen filtern. Zudem gibt es auch einen Forenbereich, in dem Sie sich mit anderen austauschen können.

Wieder in den Beruf

Frauen in Arbeit und Wirtschaft berät Frauen, die einen Neu- oder Wiedereinstieg ins Berufsleben suchen oder an Weiterbildungsmöglichkeiten interessiert sind kostenlos.

Perspektive Wiedereinstieg: Gesucht/gefunden. Angebote für Frauen, die nach einer längeren Unterbrechung wieder in den Beruf einsteigen wollen. Teilnehmen können Frauen und Männer mit abgeschlossener Berufsausbildung oder abgeschlossenem Studium beziehungsweise zweijähriger sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ohne Unterbrechung.

Frau & Arbeit der evangelischen Kirche bietet Gruppenveranstaltungen für (erwerbslose) Frauen, die auf der Suche nach neuen beruflichen Wegen sind.